Im März 2008 reiste ich ins Donaudelta, das in Rumänien für seine Abgeschiedenheit und traditionell lebende Bevölkerung bekannt ist. Ich fuhr mit der Fähre nach Sulina, der einzigen Stadt des Donaudeltas kurz vor dem Schwarzen Meer, um den Fluss und sein Delta zu fotografieren. Dort traf ich den Fischer Mihai und fragte, ob ich ihn bei seiner Arbeit begleiten könne. Er bejahte und so fing ich an, ihn und seine Brüder kennenzulernen und bei der Arbeit zu fotografierten. Das Donaudelta ist im März noch sehr kalt, trotzdem fuhren die Brüder mit ihrem Fischerboot zu ihren Fanggebieten durch die Donau und das Schwarzes Meer, sprangen ins kalte Wasser und setzten ihre Netze aus. Ihren Händen sah man die jahrelange harte Arbeit an. Ich war sehr beeindruckt von den Fischern, doch auch erschüttert als ich hörte, wie wenig sie verdienen. Traditionell ist die Fischerei die Haupteinnahmequelle im Donaudelta, doch seit der Aufnahme Rumäniens 2007 in die Europäische Union spielt der Tourismus eine immer größere Rolle. Für die Fischer des Deltas hat sich die Situation eher verschlechtert. Die hohe Inflation des Landes und die neuen strikteren EU-Fischereigesetze setzen den Fischern zu. Fischer wie die Gebrüdern Chitaev haben allerdings keine Alternative. Um zu überleben betreiben sie weiterhin Tag für Tag die Fischerei. Ich fotografierte Mihai und seine Brüder bei ihrer Arbeit, mit dem Wissen, dass die traditionelle Fischerei im Donaudelta bald zur Vergangenheit gehören wird.
© / Fischer Mihai Chitaev (37) nach dem Auslegen der Netze.
© / Mihai Chitaev (37)sortiert die Fische,die Schonzeit haben, aus dem Netz.
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© / Die beiden Fischer Mihai Chitaev (37), Petrika Chitaev (28).
© / Die Chitaev Brüder auf dem Weg zu ihrem täglichen Fischfang.
© / Vor dem Haus säubern Petrika, Mihai und George Chitaev die Netze.
© / v.L.Petrika, George und Mihai Chitaev, in Petrika's Haus bei einer Pause.
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